Ich bin 65 Jahre alt und habe hohen Blutdruck, der derzeit unter Kontrolle ist. Ich nehme keine blutverdünnenden Medikamente ein.
Im Jahr 2004 ließ ich mir einen Knochenaufbau im oberen Frontbereich durchführen, doch leider war er nicht erfolgreich und Implantate konnten nicht gesetzt werden. Seitdem trage ich eine Brücke im Oberkiefer, die ich nun ersetzen möchte. Außerdem trage ich derzeit eine Teilprothese im Unterkiefer.
Ich wünsche mir eine komplette Mundsanierung mit festsitzenden Zähnen. Welche Behandlungsmöglichkeiten könnten mir zur Verfügung stehen?


Antworten (1)
Von unseren zertifizierten Zahnärzten und vertrauenswürdigen Fachleuten

Hakan M.
Zahnarzt
Beantwortet am Sep 10, 2026
ANTWORT
Aufgrund der verfügbaren Informationen und der vorherigen Röntgenaufnahme scheint nicht genügend Knochen im Oberkiefer für eine konventionelle Implantatbehandlung vorhanden zu sein.
Für Patienten mit schweren Knochenschäden im Oberkiefer, die für Standardimplantate nicht geeignet sind, könnten zwei alternative Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden:
Option 1: subperiostale Implantatbehandlung
Option 2: Vier zygomatische Implantate
Beide Ansätze richten sich an Patienten mit erheblichem Knochenverlust und könnten den Oberkiefer mit einer festen implantatgetragenen Hybridprothese wiederherstellen, ohne sich ausschließlich auf die herkömmliche Implantatsetzung zu verlassen.
Für den Unterkiefer könnte der vorgeschlagene Behandlungsplan Folgendes umfassen:
Extraktion der Zähne 32, 33, 38, 43, 44 und 46
6 Zahnimplantate in den Bereichen der Zähne 32, 34, 36, 42, 44 und 46
Eine feste implantatgetragene Hybridprothese für den Unterkiefer
Für den Oberkiefer, abhängig vom aktuellen Knochenzustand, könnte entweder eine subperiostale Implantatlösung oder eine zygomatische Implantat-getragene Behandlung geplant werden, gefolgt von einer festen Hybridprothese.
Das Gesamtziel wäre daher, Folgendes bereitzustellen:
Eine feste Hybridprothese für den Oberkiefer
Eine feste Hybridprothese für den Unterkiefer
Da das verfügbare Röntgenbild aus dem letzten Jahr stammt und Sie eine Vorgeschichte mit einem erfolglosen Knochentransplantat haben, wird eine neue dreidimensionale CBCT-Aufnahme vor der Bestätigung der Behandlung wesentlich sein. Dadurch kann der Chirurg das aktuelle Knochenvolumen, die Nasennebenhöhlenanatomie, den Zustand der bestehenden Brücke und Zähne bewerten und feststellen, ob subperiostale oder zygomatische Implantate die sicherere und besser vorhersehbare Option wären.
Ihr Blutdruck sollte vor der Operation ebenfalls gut kontrolliert bleiben, und Ihre derzeitigen Medikamente sowie Ihr allgemeiner Gesundheitszustand werden im Rahmen der präoperativen Bewertung überprüft.